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08.09.2011: Ostseepipeline geht in Betrieb

Die Ostseepipeline ist in Betrieb. Russlands Premierminister Wladimir Putin eröffnete am Dienstag den ersten Strang im russischen Portowaja, nahe der Grenze zu Finnland. Beim symbolischen Aufdrehen des Gashahns in Anwesenheit von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder sagte Putin, nun sei die exklusive Stellung der Ukraine als Tranistland für russisches Erdgas beendet. Allerdings wird die Pipeline zunächst erst einmal mit so genanntem technischem Gas befüllt, um den nötigen Leitungsdruck aufzubauen. Erst ab Oktober sei mit normalem Fluss von Erdgas durch die Leitung zuu rechnen. Zur offiziellen Eröffnungsveranstaltung im November im vorpommerschen Lubmin bei Greifswald wird auch Russlands Präsident Medwedjew erwartet.

Die Ostseepipeline wurde 2005 von Putin und Schröder vereinbart und auf den Weg gebracht. Im Betreiberkonsortium Nord Stream sitzt Schröder dem Aktionärsausschuss vor. Die Mehrheit hält der russische Gasriese Gazprom, beteiligt sind auch Eon Ruhrgas, BASF/Wintershall sowie die niederländische Gasunie und die französische GDF Suez.

Wenn beide Stränge Ende 2012 fertiggestellt sind, hat die Ostseepipeline eine Kapazität von 55 Milliarden Kubikmeter. Das könnte den Bedarf von bis zu 26 Millionen Haushalten decken. Mit 1224 km Länge ist die Ostseepipeline eine der längsten Offshorepipelines der Welt.


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