Die Erdgaspreise für Haushalte sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Verbraucher müssen die Preispolitik der Gasversorger jedoch nicht anstandslos hinnehmen. Als Endverbraucher können sie die Preiserhöhung ihres Gasanbieters kritisch hinterfragen und haben das Recht gegebenenfalls einen Tarifwechsel vorzunehmen.
Der Gaspreis und damit die Gastarife werden durch die Gasproduzenten, die Transportunternehmen und die Erdgas-Versorgungsunternehmen entscheidend bestimmt. In Deutschland teilen sich E.ON Ruhrgas, RWE Energy, Shell und ExxonMobil den Markt. Der Vertrieb an die Endverbraucher erfolgt über ca. 700 Gasversorgungsunternehmen, insbesondere Stadtwerke.
Die Verwendung von Erdgas unterliegt in Deutschland einer Erdgassteuer, deren Normalsatz derzeit bei 5,50 € je Megawattstunde (0,55 Cent pro kWh) liegt.
In den letzten Jahren spielt bei der Preisbildung für Erdgas die Ölpreisbindung eine große Rolle.
Angesichts der jüngsten Gaspreiserhöhungen raten die Verbraucherzentralen zu einem Vergleich und ggf. einem Wechsel des Anbieters. In den meisten Regionen gibt es konkurrierende Anbieter, die sich im Preis mitunter erheblich unterschieden, so dass sich ein Wechsel für Endverbraucher finanziell lohnen kann.
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